Neue Daten zeigen eine gefährliche Spirale – und warum niederschwellige Unterstützung entscheidend ist
Eine aktuelle Analyse von über vier Millionen sozialmedizinischen Begutachtungen der Bundesagentur für Arbeit macht deutlich: Psychische Erkrankungen sind unter arbeitslosen Menschen überproportional verbreitet und beeinträchtigen deren Leistungsfähigkeit erheblich. Mehr als die Hälfte der begutachteten Personen weist mindestens eine psychische Diagnose auf – vor allem affektive Störungen, Angst- und Zwangsstörungen sowie Substanzgebrauchsstörungen. Rund 42 % gelten als weniger als drei Stunden täglich arbeitsfähig.
Die Forschung zeigt zwei sich verstärkende Mechanismen: Psychische Erkrankungen erhöhen das Risiko der Arbeitslosigkeit, gleichzeitig steigert Arbeitslosigkeit – insbesondere Langzeitarbeitslosigkeit – das Risiko psychischer Erkrankungen. Eine Abwärtsspirale, die sich ohne frühzeitige Unterstützung nur schwer durchbrechen lässt.
Gerade deshalb sind die niederschwelligen Angebote der Stiftung Gemeindepsychiatrie Bonn-Rhein-Sieg unerlässlich: Sie stabilisieren früh, erreichen Betroffene im Alltag und verhindern, dass Belastungen chronisch werden. Außerdem begleiten die Hilfen der Stiftung auf Wunsch auch wieder Richtung erster Arbeitsmarkt.
Um die notwendigen Hilfen auch zukünftig sicherzustellen, ist es wichtig, dass möglichst viele Menschen die Stiftung durch Spenden und Nachlässe unterstützen.
Sie komplette Studie der IAB lesen Sie hier:
Psychische Erkrankungen sind unter Arbeitslosen weit verbreitet – IAB-Forum