
Wenn sich die Türen des Kinopolis Bad Godesberg für das Event „Kinopolis fairbindet Bonn-Rhein-Sieg“ öffnen, dann geht es längst um mehr als nur einen Kinobesuch. Die Veranstaltung hat sich über die Jahre zu einem beliebten Treffpunkt entwickelt, an dem Begegnungen, Austausch und gemeinsames Erleben im Mittelpunkt stehen. Viele Gäste kommen nicht nur wegen des Films, sondern auch wegen der besonderen Atmosphäre, der kulinarischen Angebote von Pauke-LIFE und der Möglichkeit, Freunde, Bekannte und Kolleginnen und Kollegen wiederzutreffen.
Für die Stiftung Gemeindepsychiatrie Bonn-Rhein-Sieg ist das Event weit mehr als eine Abendveranstaltung. Es ist eine wichtige Plattform, um für Inklusion zu werben und Vorurteile abzubauen.
„Psychische Erkrankungen nehmen zu“, erklärt Wolfgang Pütz, Vorstand der Stiftung Gemeindepsychiatrie Bonn-Rhein-Sieg. „Gleichzeitig erleben Menschen mit Behinderungen noch immer Ausgrenzung und Vorbehalte. Deshalb ist es wichtig, Aufklärungsarbeit zu leisten und Begegnungen zu schaffen.“
Genau darum geht es bei „Kinopolis fairbindet Bonn-Rhein-Sieg“: Menschen zusammenzubringen, Berührungsängste abzubauen und neue Perspektiven zu eröffnen. In einer lockeren und ungezwungenen Atmosphäre entstehen Gespräche, die dazu beitragen, Verständnis füreinander zu fördern und gesellschaftliche Barrieren zu überwinden.
Der Unternehmensverbund Stiftung Gemeindepsychiatrie Bonn-Rhein-Sieg engagiert sich mit seinen verschiedenen Tochterunternehmen für Menschen mit psychischen Erkrankungen und deren Angehörige. Ziel ist es, Teilhabe in allen Lebensbereichen zu ermöglichen – beim Wohnen, Arbeiten und Leben. Zum Verbund gehört auch das Netzwerk bonn-rhein-sieg-fairbindet, das die Veranstaltung federführend organisiert. Das Netzwerk setzt sich für einen inklusiven Arbeitsmarkt in der Region ein und arbeitet dabei eng mit zahlreichen Partnern zusammen. In der Steuerungsgruppe engagieren sich neben der Stadt Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis auch verschiedene Unternehmen aus der Region, darunter das Kinopolis Bonn Bad Godesberg.
In diesem Jahr warteten gleich zwei besondere Höhepunkte auf die rund 300 Gäste.
Den Auftakt machte Poetry-Slammer Mario el Toro. Mit seiner energiegeladenen Performance, seinem Humor und seiner sprachlichen Raffinesse begeisterte er das Publikum und sorgte bereits zu Beginn des Abends für beste Stimmung im Saal.

Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch der Schauspielerinnen und Schauspieler des Films „Das gewisse Etwas“. Antonia Riet, Luca David Haimann und Simon Rupp standen dem Publikum für Fragen zur Verfügung und gewährten persönliche Einblicke in die Dreharbeiten.

Dass die gemeinsame Arbeit am Film etwas Besonderes war, darüber waren sich die drei Darstellenden einig. Bereits zuvor standen sie gemeinsam für „Wir sind Champions“ vor der Kamera.
„Die Dreharbeiten haben unglaublich viel Spaß gemacht“, berichtete Antonia Riet, die im Film die Rolle der Mila übernimmt. „Ich hoffe, dass das Publikum beim Zuschauen genauso viel Freude hat, wie wir sie beim Drehen hatten.“
Dieser Wunsch ging an diesem Abend in Erfüllung. Die Gäste verfolgten den Film mit großer Begeisterung und dankten den Darstellerinnen und Darstellern am Ende mit langanhaltendem Applaus. Anschließend nahmen sich die Schauspieler noch Zeit für persönliche Gespräche und Autogrammwünsche.
So blieb am Ende nicht nur ein unterhaltsamer Kinoabend in Erinnerung, sondern auch die Erkenntnis, dass Inklusion dort beginnt, wo Menschen sich begegnen. „Kinopolis fairbindet Bonn-Rhein-Sieg“ hat einmal mehr gezeigt, wie wertvoll solche Begegnungen sein können und wie gemeinsam neue Perspektiven entstehen.